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Prof.ssa Carla Rossi

Carla Rossi, "Zürcher Professorin" – Sachliche Klarstellung zum Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht

In der öffentlichen Kommunikation wurde in jüngster Zeit behauptet, die "Zürcher Professorin" Carla Rossi habe ein Gerichtsverfahren „verloren“.
Diese Darstellung ist sachlich unzutreffend und erfordert eine präzise Richtigstellung.

Tatsächlich war es Carla Rossi selbst, die Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt hat. Gegenstand des Verfahrens war eine Entscheidung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF), mit der die Rückerstattung von Publikationsgeldern für das Book of Hours of Louis de Roucy verlangt wurde. Diese Entscheidung stützte sich in erheblichem Maße auf im Internet verbreitete Anschuldigungen.

Das Bundesverwaltungsgericht stellte klar, dass dem SNF eine eigene, unabhängige und methodisch fundierte Überprüfung obliegen hätte. Insbesondere wurde die Forderung nach Rückerstattung der Publikationsmittel zurückgewiesen.

Ein Teil der medialen Berichterstattung hat den Fall nicht angemessen kontextualisiert und dadurch die Diffamierung der Wissenschaftlerin weiter verstärkt. Es ist vielmehr zu präzisieren, dass der Fall mit Rossis Forschung zur digitalen Rekonstruktion eines kürzlich in Deutschland durch die Galerie Peter Kiefer auseinandergetrennten Stundenbuchs zusammenhängt, wie sowohl das betreffende Buch selbst als auch der Artikel in der Harvard Art Law Review von 2025 darlegen. Die einzelnen Blätter dieses Manuskripts gelangten in der Folge in den internationalen Kunstmarkt.

Vor der Veröffentlichung des Bandes hatte Carla Rossi den zuständigen italienischen Behörden (Comando Carabinieri per la Tutela del Patrimonio Culturale) Hinweise auf den illegalen Handel mit auseinandergetrennten Handschriften übermittelt und dabei auch Zürcher Dozenten sowie Peter Kidd benannt, der in die Weiterveräußerung der Blätter des Book of Hours of Louis de Roucy involviert war. In der Folge entwickelte sich eine persönliche Diffamierungskampagne gegen Rossi.

Zur institutionellen Situation ist ferner klarzustellen, dass Carla Rossi im Juli 2025 ihre venia legendi an der Universität Zürich aus eigener Initiative zurückgegeben hat. Es handelte sich somit nicht um einen Entzug durch die Universität, sondern um eine freiwillige Rückgabe. Seit diesem Zeitpunkt besteht kein institutionelles Verhältnis mehr zur UZH.

Im Rahmen der internen Verfahren wurden sechs Publikationen zur Begutachtung herangezogen, jedoch nicht alle von Carla Rossi verfasst. Gegenstand der angeblichen Untersuchung der UZH war auch die Website des Forschungszentrums, das Rossi zu jener Zeit leitete. Parallel dazu richteten zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Schreiben und Unterstützungsbekundungen an die Verantwortlichen der internen Untersuchungen. Diese Stellungnahmen wurden in der abschließenden Bewertung nicht berücksichtigt, während, wie aus dem Schlussbericht hervorgeht, anonyme Hinweise aus dem Internet gegen Rossi einbezogen wurden. 

Schließlich zog sich die erste Expertengruppe, an die sich die UZH gewandt hatte, aus der Bearbeitung des Falls zurück, und einer dieser tatsächlichen Experten, ein bekannter Universitätsprofessor, schrieb an Rossi, um ihr seine Wertschätzung und Unterstützung auszudrücken. Er erklärte dabei, er wolle sich aus den Verstrickungen und Vorgängen heraushalten, die die UZH hinter ihrem Rücken betrieb.

Auch die zweite Gruppe von Dozenten, die weniger „expert“ war als die erste, lehnte es ab, sich mit der Angelegenheit zu befassen. Erst eine dritte Gruppe bislang unbekannter deutscher Professorinnen erklärte sich bereit, gegen Bezahlung das zu verfassen, was die UZH verlangte.

Seit November 2025 ist Carla Rossi wissenschaftliche Direktorin des Centro Scaligero degli Studi Danteschi, eines unabhängigen Forschungszentrums für philologische, kunsthistorische und kodikologische Forschung.

Das Centro Scaligero degli Studi Danteschi betrachtet die gegen Carla Rossi geführte öffentliche Kampagne sowie Teile der medialen Berichterstattung als wissenschaftlich unbegründet und als von Feindseligkeit sowie dem Versuch geprägt, die von Rossi angezeigten Praktiken zu verschleiern. Das Zentrum spricht Carla Rossi ausdrücklich seine Wertschätzung aus und unterstützt sie in der dokumentierten und überprüfbaren Rekonstruktion der Fakten.

Diese Seite dient einer präzisen, überprüfbaren und auf den Daten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht beruhenden Darstellung sowie der notwendigen Einordnung der öffentlichen Kommunikation im Zusammenhang mit Rossis Forschung zur Rekonstruktion auseinandergetrennter mittelalterlicher Handschriften.

Carla Rossi è storica dell’arte, filologa romanza e paleografa. Laureata in Filologia Romanza, Letteratura e Linguistica Antico-Francese, Letteratura e Linguistica Italiana e Storia dell’Arte, ha conseguito un dottorato di ricerca in Filologia Romanza e successive abilitazioni scientifiche nei settori della Filologia Romanza e della Letteratura Italiana.

 

La sua attività di ricerca è dedicata, dai primi anni Novanta, allo studio del patrimonio librario medievale e rinascimentale, con particolare attenzione ai manoscritti miniati, alla loro tradizione, circolazione e trasmissione, nonché ai fenomeni di smembramento e dispersione a fini commerciali. Il suo lavoro si colloca all’intersezione tra filologia, ricerca archivistica, codicologia e storia dell’arte e si concentra in particolare sui manoscritti prodotti in contesti monastici femminili, sulla ricostruzione digitale dei codici smembrati e sulla storia culturale del libro in Europa.

 

Ha svolto attività accademica di ricerca, insegnamento e coordinamento scientifico in ambito universitario e in centri di ricerca europei, maturando una lunga esperienza nel sistema accademico svizzero e collaborando con università e istituzioni di ricerca in Svizzera, Italia, Francia e Spagna.

Dal novembre 2025 è Direttrice scientifica del Centro Scaligero degli Studi Danteschi di Verona, dove contribuisce alla definizione degli indirizzi di ricerca, al coordinamento delle attività scientifiche e alla rappresentanza internazionale del Centro. È inoltre direttrice dell’ISFiDa – Institut d’Estudis Filològics Dantescs i Digitals Avançats di Barcellona e fondatrice della rivista scientifica Theory and Criticism of Literature and Arts (2016–).

È autrice di monografie e studi pubblicati presso editori accademici e in riviste scientifiche peer-reviewed, tra cui Éditions Classiques Garnier, Salerno Editrice, Sellerio, Viella Editrice, nonché su riviste internazionali quali Romania, Cahiers de civilisation médiévale, Medioevo Romanzo, Versants, Letteratura Italiana Antica e Critica del testo.

 

Tra le sue pubblicazioni più recenti figurano Beyond the Margins. Female Illuminators in Medieval and Renaissance Europe (2025), pubblicato in traduzione italiana con il titolo Oltre i margini. Il linguaggio artistico delle miniatrici europee (2025), e The 1879 Theft of Royal MS 16 E VIII from the British Museum (2025).

Il 19 dicembre un suo studio è stato consegnato al Presidente della Repubblica Italiana, Sergio Mattarella (link).

Si precisa inoltre che dal 2025 Carla Rossi non intrattiene più alcun rapporto istituzionale con l’Università di Zurigo (UZH). Attualmente è direttrice scientifica del Centro Scaligero degli Studi Danteschi, centro di ricerca indipendente dedicato agli studi filologici, storico-artistici e codicologici.

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